Auswertung
Typ A Der Herzhafte
Sie gehören zu den Menschen, die gerne herzhaft essen. Das bedeutet allerdings leider fast immer auch, dass Sie viel Fett essen. Fett dient als Geschmacksträger. Heute ist bekannt, dass die Art des Fettes zum großen Teil über unsere Blutfettwerte entscheiden. So erhöhen so genannte gesättigte Fettsäuren aus tierischen Produkten wie Wurst, Fleisch, Butter, Milchprodukten und fettreichen Süßigkeiten wie Chips das schädliche LDL-Cholesterin. Es kann sich an den Wänden der Blutgefäße ablagern und zu Atherosklerose (Gefäßverkalkung) führen, einer Vorstufe von Herzinfarkt und Schlaganfall. Ungesättigte Fettsäuren z. B. aus pflanzlichen Ölen (z. B. Sonnenblumen- , Walnussöl, Nüssen, Samen) oder Fisch (Omega-3-Fettsäuren) können hingegen den Anteil von LDL-Cholesterin im Blut senken. Sie müssen also nicht vollständig auf das Fett verzichten: Streichen Sie sich z.B. einmal Senf oder Frischkäse statt Butter auf Ihr Brot, und wählen Sie magere Wurstsorten wie gekochten oder geräucherten Schinken ohne Fettrand, Putenbrust oder Geflügelwurst. Generell sollten Sie auf die so genannte Mittelmeerkost umsteigen, die mit reichlich Brot, Pasta, Nüssen, viel Gemüse, frischen Kräutern arbeitet und häufiger Fisch als Fleisch auf den Tisch bringt. Zudem wird fast ausschließlich das gesunde Olivenöl verwendet.
Typ B Die Naschkatze
An Süßigkeiten können Sie nicht vorbeigehen. Sie fangen schon beim Frühstück mit dem Naschen an und hören erst abends mit dem Betthupferl damit auf. Zu viel Süße fördert aber Übergewicht. Das ist wiederum ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aber keine Angst, Sie sollten sich nicht im totalen Verzicht üben. Das fördert nur Ihr Verlangen danach. Versuchen Sie, sich mit kleinen Mengen zu begnügen. Es hilft, die Portion Süßes z. B. gleich nach dem Mittagessen zu naschen. Dann ist man noch satt, die Zuckerportion fällt automatisch kleiner aus. Den Schokoriegel zwischendurch kann ein Stück Obst ersetzen, das liefert gleichzeitig gesunde Ballaststoffe. Ein Ersatz sind auch Gummibärchen, sie enthalten weniger Zucker als Schokolade. Wie wärs mit einem Vollkorntag in der Woche? Vollkornprodukte sorgen dafür, dass der Zuckerspiegel im Blut lange gleichmäßig bleibt, so dass der Hunger auf Süßes erst gar nicht entsteht.
Typ C Der Gestresste
Sie haben viel zu tun, da bleibt fürs Essen nicht viel Zeit. Ihre Lösung: Fast food und Fertiggerichte. Nur leider steckt in Fertiggerichten, -suppen und -soßen viel Fett, das als Geschmacksträger eingesetzt wird. Die Mahlzeiten sättigen zwar schnell, machen aber auch schnell wieder Hunger. Also winkt der Snack zwischendurch, der schnelle natürlich. Damit bieten Sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gleich auf mehreren Ebenen eine Angriffsfläche. Sie nehmen viel Fett auf und bringen damit Ihre Blutfettwerte aus dem Gleichgewicht. Gleichzeitig fehlen der Nahrung wichtige Substanzen, wie Ballaststoffe, die sich positiv auf die Blutfettwerte auswirken können. Versuchen Sie, das Essen nicht als lästige Nebensache zu sehen. Nehmen Sie sich Zeit für die Mahlzeiten und steigen Sie möglichst auf die frische Zubereitung um. Kochen Sie z. B. einmal am Wochenende, und dann bereits größere Mengen. Restliche Portionen können Sie einfrieren und bei Bedarf mitnehmen. Oder versuchen Sie sich einmal an selbst gemachtem Fruchtjoghurt. Hierzu können Sie Naturjoghurt mit frischem Obst mischen, am besten schon am Abend vorher. Sie süßen den Joghurt automatisch weniger, als es bei gekauftem Fruchtjoghurt der Fall ist.
Typ D Der Bewusste
Sie versorgen Ihren Körper über den Tag verteilt möglichst mit den wichtigsten Nährstoffen und essen auch zwischen den Mahlzeiten gesunde Snacks wie Gemüse und Obst. Diese optimale Ernährung kann Ihre Herzgesundheit lange erhalten. Sie vergessen bei der Ernährung auch nicht den Genuss am Essen. Weiter so! In Maßen gehören die kleinen Sünden zum Wohlbefinden unbedingt dazu.