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Wie hat sich die Welt verändert und die Menschen? Haben sie sich positiv oder negativ verändert, oder sind sie noch die gleichen? Wie ist z.B. die Achtung vor dem Individuum heute? Wir haben Schillers Tell kennen gelernt, und welche Lehre und welches Vorbild daraus gezogen?
Wenn man die Mobilität ansieht, als einen Teilaspekt unseres Daseins, dann scheint sich nicht viel geändert zu haben. Das Gesetz des Stärkeren oder Bestimmenden gilt immer noch gleich. Das ausgeprägte Gesslersche Denken gegen den freien Bürger oder Mitmenschen, die mangelnde Achtung vor dem anderen, sind sehr verbreitet.
Wo liegt denn der Unterschied zwischen: Ei, Vater sieh den Hut dort auf der Stange," Was kümmert uns der Hut? Komm lass uns gehen (Schiller, Willhelm Tell, 3. Aufzug, 3. Szene) und den vielen verkehrstechnischen Anordnungen der Behörden?
Ein einzelnes Schild, 30km/h Zone, und der Bürger hat zu gehorchen. Sicher geht es nicht ohne Ordnungsfaktor, aber er muss überzeugend und einsichtig sein. Dazu gehört die Vorbereitung und die Anleitung, vielleicht auch die Lehre, mit den Errungenschaften der heutigen Zivilisation umzugehen. In jedem Menschen steckt das Recht des Stärkeren. Aber es ist einfach nicht menschenwürdig, von oben zu bestimmen, was richtig zu sein hat, aber gleichzeitig die Voraussetzung nicht zu schaffen, nämlich Einsicht und Nachvollziehbarkeit.
Wenn auch die vielen, meist ehrenamtlichen Mühen und Engagements, in Verbindung mit dem technischen Fortschritt beim Kfz die sehr erfreuliche Entwicklung bei den Unfallzahlen positiv beeinflusst, so ist doch die Schaffung von Grundlagen zum Straßenverkehr bei jedem einzelnen zumindest mangelhaft. Wenn davon auszugehen ist, dass etwas so Dynamisches wie der sich bewegende Verkehr nicht durch etwas Statisches, wie Gesetze o.ä. in den Griff zu bekommen ist, dann müssen die das Verkehrsgeschehen beeinflussenden Faktoren einzeln übermittelt werden. Dies wiederum ist eine fast nicht zu bewältigende Aufgabe, trotzdem lässt sich nur so positiv auf die Menschen einwirken.
Kein Gesetz ist in jeder Lebenslage außerhalb des privaten Hauses so präsent wie das, welches den Verkehr betrifft. Zuzüglich jener physikalischen Gesetze, welche bei jeder Bewegung zu Fuß bis zum Rennfahren gelten. Es kann also nur das Bestreben des Gesetzgebers und der ausführenden Organe sein, den Menschen den Umgang mit diesen Fakten detailliert nahe zu bringen.
Da das Führen eines Kraftfahrzeugs heute praktisch jeden Bürger betrifft und zur Allgemeinbildung gehört, ist es eigentlich logisch, die Ausbildung dazu in den Schulen zu integrieren. Das ist kein Todesstoß gegen die Fahrschulen, sondern die Möglichkeit, sich positiv in die Fortentwicklung unserer Gesellschaft zu integrieren. Wie dies administrativ zu organisieren wäre, kann nicht Thema dieses Aufsatzes sein.
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