Das Thema Umweltschutz hat in Deutschland eine hohe Priorität in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wer sich mit dem Bereich Straßenverkehr befasst, stößt unweigerlich auf den Umweltschutz. Deshalb verfolgt die Deutsche Verkehrswacht (DVW) das Ziel, bei ihrer Arbeit Belange des Umweltschutzes einzubeziehen, so steht es in ihrer Satzung.
Einige Beispiele: Verkehrserziehung ist auch Gesundheits- und Umwelterziehung. So beinhalten die von der DVW entwickelten Unterrichtsmaterialien für Lehrer selbstverständlich auch immer das Thema Umwelt. In der Schule wird dem Umweltschutz eine große Bedeutung beigemessen. Schon junge Menschen sollen für diese Problematik sensibilisiert werden.
Für Kraftfahrer hat die DVW sieben Tipps zum Spritsparen entwickelt. DVW-Präsident Heinz Hardt (MdL): Umweltschutz kommt auch der Verkehrssicherheit zu gute. Wer sich beispielsweise beim Auto fahren an die sieben Punkte des Spritsparens hält, fährt entspannter und somit auch sicherer. Außerdem gelingt es, den Kraftstoffverbrauch um bis zu 25 Prozent zu verringern, ohne dabei im Ergebnis langsamer zu fahren. Die Landesverkehrswacht Baden-Württemberg und die Landesverkehrswacht Hessen mit ihren Kreis- und Ortsverkehrswachten setzen z.B. Spritsparkurse sehr erfolgreich um. So nahmen im Jahr 2002 in Baden-Württemberg über 2500 Teilnehmer an Spritsparkursen teil. Selbst einige SPD Abgeordnete des Landtags von Baden-Württemberg überzeugten sich persönlich zu Beginn dieses Jahres von der Kunst des Spritsparens. Helmut Göschel, MdL, SPD, Vorsitzender Ausschuss Umwelt und Verkehr: Der Kurs hat sich gelohnt. Ich kann das nur jedem Autofahrer empfehlen. Und Spaß macht es obendrein auch noch.
Die sieben Spritspartipps sollen auch fester Baustein der Verkehrswacht-Sicherheitstrainings nach DVR-Richtlinien werden. So können noch mehr Menschen erreicht werden.
Die Verkehrswacht Mayen-Andernach in Rheinland-Pfalz bietet seit 1993 die Pendlerfahrgemeinschaftsbörse an. Berufspendler können Mitfahrgelegenheiten per Internet (www.mwvlw.rlp.de Servicebereich Mitfahrbörse) oder auch telefonisch (Mo von 18 bis 20 Uhr unter der Tel. 02654-987021) anbieten und erfragen. Derzeit bestehen ca. 1000 Angebote. Manfred Brummer, Vorsitzender der Verkehrswacht: Jedes Auto, das weniger auf unseren Straßen unterwegs ist, ist auch eine Gefahr weniger.
Das Hauptmotiv für die meisten Aldi-Preisverwöhnten Deutschen ist die Schonung des eigenen Geldbeutels. 80 Prozent achten beim Autokauf auf den Kraftstoffverbrauch.
Die Minderung des Kraftstoffverbrauchs und die daraus resultierende Minderungen der klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2)-Emissionen ist seit Jahren ein primäres Ziel der Automobilindustrie. Insgesamt konnte der Kraftstoffverbrauch sogar um 23 Prozent verringert werden. Im vergangen Jahr verringerte sie den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch um 1,7 Prozent. Damit wurde seit 1990 eine Verminderung um 20,2 Prozent erreicht. Beim Thema Energieeinsparung hat die deutsche Automobilindustrie also einen Spitzenplatz inne. Das erste Fahrzeug mit einem Treibstoffverbrauch von drei Litern stammt aus deutscher Produktion. Selbst ein Ein-Liter-Auto wurde unterdessen erfolgreich getestet. Aber auch die jährlich aktualisierte Kraftstoffverbrauchsliste des Verbandes der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK) belegt einen sinkenden Kraftstoffverbauch für ausländische Pkw auf deutschem Markt, z.B. sank der durchschnittliche Flottenverbrauch aller Renault-Pkw in Deutschland seit 1996 um 15 Prozent auf 6,4 l/100 km.
Für die Automobilindustrie ist der Schutz der Umwelt ein herausragendes Ziel, sagt VDA-Präsident Prof. Dr. Bernd Gottschalk. Hierfür wird viel in die Forschung und Öffentlichkeitsarbeit (Kommunikation) investiert. Nach dem Motto tue Gutes und rede darüber gibt es Auszeichnungen und Umweltberichte. Wer sich über die gesamten Aktivitäten der deutschen Automobilindustrie informieren möchte, findet im Jahresbericht Auto 2003 vom Verband der Automobilindustrie (VDA) ein fast 40-seitiges Kapitel zu Auto & Umwelt(1). Die Automobilkonzerne selber dokumentieren darüber hinaus in Hochglanzbroschüren und auf Websites (z.B. www.volkswagen-umwelt.de) ihr hohes Umwelt-Engagement.
Im VDA-Bericht wird selbst beim Thema Auto & Sicherheit der Umweltschutz erwähnt und zwar beim Tagfahrlicht. Hier wird wieder einmal deutlich, das jede Sache zwei Seiten hat positive und negative: Bei aller Diskussion um den Sicherheitsgewinn durch Tagfahrlicht dürfen aber der Mehrverbrauch an Kraftstoff und der Anstieg an CO2 nicht vernachlässigt werden. Fahren mit Licht am Tage bedeutet einen Mehrverbrauch von etwa 0,2 l/100 km und könnte nur durch Verwendung spezieller Tagfahrleuchten reduziert werden, heißt es wörtlich im VDA-Bericht. Für Taglicht in der Bundesrepublik Deutschland würde sich ein Kraftstoffmehrverbrauch von insgesamt 1.500 Mio. Liter pro Jahr ergeben und eine Erhöhung der CO2-Emissionen um ungefähr 2,5 Prozent.
Auch die automobile Mobilität hat Vor- und Nachteile. Unsere Gesellschaft misst der Auto-Mobilität einen sehr hohen Stellenwert bei. Trotz Umweltbelastungen durch Abgase und Lärm, trotz Verbrauch kostbarer Rohstoffe, trotz Unfallgefahren. Deshalb müssen weiterhin fortschrittliche Lösungen gefunden werden, um die vom automobilen Verkehr ausgehenden Belastungen spürbar zu senken. Die Automobilindustrie trägt hier bereits zum Gelingen bei. Der Autofahrer auch im europäischen Vergleich wird ihm ein recht gutes umweltbewusstes Wissen und Verhalten am Steuer bescheinigt (siehe auch Seite 12). Allerdings muss er weiterhin um die von ihm mitverursachten Probleme wissen und bereit sein, an deren Lösung mitzuwirken. Die Verkehrswachten können hierbei wertvolle Aufklärungsarbeit leisten.
Textlangfassung unter www.vda.de |
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| Der Schutz der Umwelt ist in Deutschland ein wichtiges Thema. Während der Umweltschutz noch im aufstrebenden Nachkriegsdeutschland eine untergeordnete Rolle gespielt hatte, erlangte er Mitte der 70er Jahre politische Priorität. |
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7 Punkte des Spritsparens
So sparen Sie Sprit und kommen sicher an:
- Bei niedrigen Drehzahlen schalten
und fahren!
- Schwung nutzen und aufgebaute
Energie ausnutzen!
- Entscheidungsspielraum schaffen!
- Motor abschalten, wo es sinnvoll ist.
- Auf den richtigen Reifendruck achten!
- Ballast entfernen!
- Gelassen fahren!
Weitere Tipps
- Vermeiden Sie hohe Geschwindigkeiten: Oberhalb von 100 km/h wächst der Verbrauch mit zunehmender Geschwindigkeit überproportional.
- Legen Sie kurze Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück: Ein Drittel aller Fahrten sind Fahrten mit einer Entfernung unter drei Kilometern.
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Links
www.bahn.de
www.umweltbundesamt.de
www.vda.de |
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Oft machen die Reifen mehr Lärm als der Motor
Autos werden zwar immer leiser. Trotzdem beklagen sich viele Menschen über den Verkehrslärm. Was oft nicht bekannt ist: Nicht nur der Motor macht Geräusch, sondern vor allem die Reifen in Verbindung mit der Fahrbahn. Bei höherem Tempo sind sie sogar lauter als der Motor.
Fahrgeräusche hängen von der Fahrweise ab. Hochtouriges Fahren macht besonders viel Lärm. Ein Auto im zweiten Gang ist genau so laut wie vier im dritten. Das Reifengeräusch wird von der Fahrbahnqualität beeinflusst. Trotzdem: je schneller, desto lauter.
Rücksichtsvolle Fahrer überprüfen gerade in Wohngebieten ihre Fahrweise. In Tempo-30-Zonen, wo man wegen Rechts-vor-Links-Regelungen häufig bremsen und anfahren muss, kann man durch konstantes Fahren im dritten Gang eine Menge Lärm vermeiden.
Besonders leise Autos sind in der Auto+Verkehr-Umweltliste des KS im Internet unter www.automobilclub.de zu finden. |
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Auto & Umwelt
- Minderung der Emissionen,
- Minderung des Kraftstoffverbrauchs
- Ressourcenschonung und geringere Abfallablagerung.
Deutsche und europäische Klimaschutzpolitik
Deutschland hatte bereits 1995 verkündet, den Ausstoß von CO2 bis 2005 um bis zu 25 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Zur Zeit liegt die Minderungsquote bei 19,7 Prozent.
Das erfolgreiche Modell der Kraftstoffverbrauchszusage war Muster für den europäischen Automobilverband ACEA, eine Selbstverpflichtung mit den Gremien der europäischen Union abzuschließen. Die Vereinbarung sieht vor das die durchschnittlichen CO2-Emissionen von sämtlichen neu in den europäischen Markt gebrachten Pkw bis zum Jahr 2008 um 25 Prozent gegenüber 1995 verringert werden sollte.
Emissionsminderung
Schon seit langem gehört die Reduktion der Stickoxid-, Kohlenwasserstoff- und Kohlenmonoxid-Emissionen, den so genannten limitierten Emissionen, zu den Zielen der Umweltpolitik und damit zum Pflichtenheft der Automobilkonstrukteure. Bis zum Jahr 2020 wird gegenüber 1990 die Emission um 93 Prozent bei den flüchtigen Kohlenwasserstoffen (HC), 87 Prozent bei Kohlenmonoxid (CO), 78 Prozent bei den Stickoxiden (NOx) und 78 Prozent bei den Partikeln zurückgehen.
Ausführliche Informationen
Mehr dazu und zu den Themen:
Die Automobilindustrie verfügt über ein
umfassendes Konzept für die Umwelt. Es beruht aus den Säulen:
- Innovative Motor- und Abgastechnik für Otto- und Dieselmotoren
- Nutzfahrzeuge
- Europäische Abgasvorschriften
- Alternative Antriebssysteme
- Geräuschemissionen
- Altauto
- Produktionsbezogener Umweltschutz
- Energiebesteuerung
im VDA-Jahresbericht Auto 2003 oder im Internet unter www.vda.de.
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Gemeinsame Erklärung von VDA und Bundesverkehrsministerium vom 24. Juli 2002 zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung (Auszüge):
Die in Deutschland im Sektor Straßenverkehr erreichte Trendwende im Kraftstoffverbrauch und bei den CO2-Emissionen ist vorbildlich (...)
Die Führungsrolle der deutschen Automobilindustrie bei der Entwicklung und Marktdurchdringung emissionsarmer Techniken für Motoren und Abgasnachbehandlung, bei der Nutzung der Potenziale energiesparender Techniken und bei der Entwicklung alternativer Antriebe und alternativer Kraftstoffe soll beibehalten und ausgebaut werden. (...) Die Bundesregierung bekräftigt die Notwendigkeit, die Verkehrsinfrastruktur bedarfsgerecht auszubauen. Der bedarfsgerechte Ausbau ist ein wichtiges Element der Klimaschutzpolitik. |
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| Schottische Verbrauchswerte sind bei den Deutschen gefragt. |
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Deutsche sind umweltbewusst
Umweltbewusstes Verhalten am Steuer in Europa defizitär
Mehr als 90 Prozent aller Autofahrer attestieren sich ein hohes Umweltbewusstsein, laut einer europaweiten Studie im Auftrag von Good-year über das Umweltbewusstsein und Umweltverhalten von Autofahrern. Bei den meisten bestimmen jedoch finanzielle Erwägungen das Verhalten: Während 85 Prozent versuchen, Energie zu sparen, sind lediglich 39 Prozent bereit, höhere Steuern für einen verbesserten Umweltschutz zu bezahlen. Auch das Verhalten am Steuer wird stark durch wirtschaftliche Überlegungen beeinflusst: 77 Prozent der Befragten achten beim Fahrzeugkauf auf den Kraftstoffverbrauch. Aber nur 54 Prozent geben an, durchgängig umweltfreundlich zu fahren und z.B. im Stau den Motor abzustellen.
Obwohl Umweltschutz vielen ein wichtiges Anliegen ist, kennen sich nur die wenigsten bei diesem Thema gut aus. Gerade sechs Prozent der Befragten konnten sechs Wissensfragen zum Thema Umwelt und Umweltschutz richtig beantworten, wobei Männer besser abschneiden als Frauen. Um so erstaunlicher ist, dass sich Männer dennoch weniger umweltbewusst verhalten als Frauen. Auch sind Fahrer unter 55 Jahren trotz besserem Wissen weniger umweltbewusst als ältere Autofahrer, die sich beim Thema Umwelt schlechter auskennen.
Grundsätzlich sind die Autofahrer bereit, zugunsten des Umweltschutzes auf Komfort und Leistung zu verzichten: Bemerkenswerte 70 Prozent der Befragten würden Abstriche beim Komfort und 55 Prozent bei der Leistung ihres Autos in Kauf nehmen, wenn sie damit einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können.
Die Deutschen kennen die Auswirkungen von Kraftstoffverbrauch und Fahrverhalten auf die Umwelt und erzielen herausragende Ergebnisse im europäischen Vergleich: Über 90 Prozent wissen, dass der Reifendruck den Kraftstoffverbrauch beeinflusst, 81 Prozent sind sich bewusst, dass Reifen Lärm verursachen. Dass Fahren mit gleichmäßiger Geschwindigkeit, Abstellen des Motors im Stau und regelmäßige Wartung unnötige Umweltbelastungen vermeiden, ist mehr als 90 Prozent bekannt.
Die Deutschen sind damit besser als andere Europäer informiert, wie sie als Autofahrer zu mehr Umweltschutz beitragen können und nutzen das Auto auch umweltbewusster als die meisten ihrer europäischen Nachbarn: Beim Fahrzeugkauf achten 80 Prozent auf den Kraftstoffverbrauch und 85 Prozent auf die Emissionswerte. Während im Durchschnitt nur 54 Prozent der Europäer im Stau den Motor abstellen, tun dies 88 Prozent der deutschen Autofahrer.
Ziel muss es sein, neue Lösungen zu finden, die sich für die Umwelt und schließlich auch für den Autofahrer selbst auszahlen. |
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